Es ist wichtig, dass im Parlament verschiedene Berufe und Lebensentwürfe vertreten sind. Ich will unter anderem meine Perspektive als zweifacher Familienvater einbringen. 12 Millionen Familien (heißt: es lebt mindestens ein Kind im Haushalt) gibt es laut statistischem Bundesamt in Deutschland, deren Interessen Vertretung verdienen.
Mit meiner Frau habe ich zwei Kinder. Mich für ihre Zukunft einzusetzen, treibt mich an: Ich will im Bundestag dafür arbeiten, dass unsere Kinder in eine gute Zukunft wachsen.
Leider sind ausgerechnet Familien mit Kindern DIE Verlierer der Ampel-Jahre. Das ist kein Wahlkampf-Getöse, das kann man in einer aktuellen Studie der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung nachlesen. Familien leiden besonders unter den gestiegenen Lebenshaltungskosten.
Was gibt es also zu tun? Sehr viel.
Wenn ein Kind auf die Welt kommt, schwirrt einem mehr als genug durch den Kopf. Es muss selbstverständlich sein, dass das Kindergeld antragslos ausgezahlt wird und dass der Zugang zu weiteren Leistungen wie dem Elterngeld auf einer integrierten digitalen Plattform funktioniert. Um gegen die Inflation anzukommen, müssen wir Familien Luft verschaffen: Als Union wollen wir dafür die Kinderfreibeträge pro Kind den Grundfreibeträgen von Erwachsenen angleichen.
Familien wollen auf eigenen Beinen stehen. Ein großes Problem sind die hohen Wohnkosten in unserer Region. Eine Vier-Zimmer-Wohnung unter 1.000 Euro kalt zu kriegen, ist gar nicht einfach. Häufig zahlt man deutlich mehr. Für Frust sorgt, wenn beide Elternteile 150 oder 200 Prozent arbeiten, man ohnehin schon wenig Familienzeit hat und es finanziell trotzdem nicht reicht, eine bescheidene Existenz aufzubauen. Ich kenne das.
Unser Vorschlag: Wenn eine Familie selbst genutztes Eigenheim erwirbt, dann soll sie Freibeträge in Höhe von 250.000 Euro pro Elternteil und 150.000 Euro für jedes Kind auf die Grunderwerbssteuer erhalten. Wir müssen den Wohnungsbau vorantreiben, damit die Kosten endlich sinken.
Wenn ich meine Kinder in der Kita abhole, dann kriege ich immer wieder mit: die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben ist eine große Herausforderung. Es ist gut, dass in den letzten Jahren viel für die flächendeckende Betreuung im Kita- und Grundschulalter getan wurde. Nicht jede Familie kann auf ein Netz von Freunden oder Verwandten zurückgreifen, dass sie im Alltag unterstützt. Die Kommunen leisten hier sehr viel und verdienen Unterstützung.
Ein Herzensanliegen für mich: Als Union wollen wir gerade im Bereich der frühkindlichen Bildung einen großen Fehler der Ampel-Koalition korrigieren. Die Ampel hat die Sprach-Kitas abgeschafft. Wir führen sie wieder ein! Bildung muss uns etwas wert sein. Die Kosten für die Kinderbetreuung wollen wir genauso wie haushaltsnahe Dienstleistungen für Familien steuerlich besser absetzbar machen.
Ein besonders wichtiges Thema ist die gezielte Steuerentlastung von Alleinerziehenden. Wer Kinder hat und eine Zeit alleine für die Betreuung zuständig war, der weiß: Sie sind echte Leistungsträger! Umso unerträglicher ist es, dass Alleinerziehende statistisch gesehen unter einem besonderen Armutsrisiko leiden.

